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11. September - 31. Oktober 2011
Jonathan Meese. TOTALSTE GRAPHIK. DIE "DIKTATUR DER KUNST" IST IMMER TOTALSTGRAPHIK ALS VERSACHLICHTE FÜHRUNG, WIE GEIL.
1. HEILBUTTN'S DER KUNST (FORMZUCKI), 2006/2011, handkolorierte Lithographie auf Holzschnitt
© VG Bild-Kunst, Bonn 2011
Jonathan Meese zählt zu den
erfolgreichsten und schillerndsten deutschen Künstlern der Gegenwart. Sein Werk
ist umfassend, obsessiv und radikal. Meese arbeitet in allen Techniken und
kombiniert Malerei, Zeichnungen und Plastik mit Collagen, Texten und
Materialsammlungen zu ausufernden Rauminstallationen, in denen er die „Diktatur
der Kunst“ als utopisches Fernziel propagiert. Seine Arbeit, zu der auch Performances,
Filme, Künstlerbücher und Theaterprojekte gehören, hat einen entschiedenen
Aktionscharakter. Geboren 1970 in Tokio und ausgebildet an der Hochschule für
bildende Künste in Hamburg wurde Meese 1998 mit seinem Beitrag für die erste Berlin Biennale schlagartig bekannt. Seit 2003 sind
etwa 100 druckgraphische Arbeiten entstanden. Die meist großformatigen
Lithographien, Radierungen und Holzschnitte stellen mehrheitlich Bildnisse von
historischen und mythologischen Figuren dar, die in ihrer graphischen Verknappung
zu Kürzeln der Kulturgeschichte und zum Alter Ego des Künstlers werden. Stärker
als in allen anderen Arbeiten sind in Meeses konzentrierter und expressiver Druckgrafik
die eruptive Bildschöpfung und die rasche, ja ekstatische Arbeitsweise des Künstlers
wahrnehmbar. Die Ausstellung in der Lyonel-Feininger-Galerie stellt das
druckgraphische Werk Jonathan Meeses erstmals in vollem Umfang vor.
Zur Ausstellung erscheint am 30. September ein Katalog.
KUNST IST KEINE MICKRIGE KÜNSTLERKNEIPE, ZUM GLÜCK, 2007/2010, Radierung (Aquatinta) und Monotypie
© VG Bild-Kunst, Bonn 2011
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