Feininger-Galerie

Das Haus Schlossberg 11 schließt unmittelbar an das Geburtshaus Klopstocks an. Seine Toreinfahrt bietet den Zugang zur Lyonel-Feininger-Galerie aus Richtung des Schlossberges und ist daher von besonderer Bedeutung für das Museum. Die Erweiterung und Modernisierung Mitte der 1990-er Jahre schloss ursprünglich auch dieses Gebäude, zu dem auch noch ein Hofgebäude und das Gartenhaus Klopstocks gehört, mit ein.

Ab 2007 wird der Gebäudekomplex durch das Deutsche Fachwerkzentrum Quedlinburg denkmalgerecht wiederhergestellt und saniert. Neben Ateliers und zugehörigen Wohnungen für Stipendiaten besteht unter anderem die Absicht, eine grafische Druckerei einzurichten, die sowohl für die zeitweilig hier lebenden Künstler als auch für die pädagogische Arbeit des Museums nutzbar ist.

Lotto fördert Sanierung des Vorderhauses der Lyonel-Feininger-Galerie
Museum als kultureller Erlebnisort geplant

Die Sanierung des historischen Gebäudes Schlossberg Nr. 11, eines Fachwerkbaus aus dem 17. Jahrhundert in der Weltkulturerbestadt Quedlinburg, das früher einmal von Stiftsdamen als Abteivorwerk genutzt wurde und heute das Entrée zur Feininger Galerie bildet, steht kurz vor dem Beginn. Zum Auftakt der Sanierungsmaßnahmen stellt die Lotto Toto GmbH Sachsen-Anhalt eine Unterstützung in Höhe von 28.000 Euro zur Verfügung. Mit dem Betrag sollen originale historische Fenster und Türen restauriert und aufgearbeitet werden.
Am 25. Oktober 2007 hat Conrad Mader, Bezirksleiter von Lotto, den Förderscheck in der Lyonel-Feininger-Galerie am Schlossberg 11 an Bauherrin Dr. Katja Schneider, Direktorin der Stiftung Moritzburg, übergeben.

Die Gesamtkosten der Sanierungsmaßnahmen werden auf 2,5 Millionen Euro veranschlagt. Diese werden aus Mitteln des Bundes, des Landes und des EFRE-Förderprogramms sowie verschiedener Stiftungen finanziert und im Jahr 2012 abgeschlossen sein. Der Bund hatte die erste Hälfte seiner Unterstützung aus dem Förderprogramm „Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Ostdeutschland“ in Höhe von 30.000 Euro erst kürzlich bewilligt. Auf dieser Grundlage kann nun die Genehmigungsplanung erfolgen und mit ersten Sicherungsmaßnahmen am Gebäude begonnen werden. Parallel dazu werden die von Lotto geförderten Tischlerarbeiten durchgeführt.

„Wir freuen uns sehr über die Förderung. Die Instandsetzung von Vorderhaus und Seitenflügel eröffnet der Feininger-Galerie die Chance, sich an einem der prominentesten Orte von Quedlinburg vielfältig zu präsentieren“ so Museumsleiter Dr. Björn Egging.

Die fachliche Leitung, Koordination und Umsetzung des Projekts übernimmt ebenso wie die Architektenleistung das Deutsche Fachwerkzentrum Quedlinburg e. V.. Die Sanierung wird im Rahmen eines Praxisprojektes mit den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten Halberstadt durchgeführt. Jugendliche aus Deutschland und Europa, die ein freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege absolvieren, bekommen dabei die Möglichkeit, denkmalgerecht in den Bereichen der Restaurierung und nachhaltigen Sanierung in unterschiedlichen Handwerksberufen zu arbeiten, um die traditionellen Handwerkstechniken zu erlernen.

Die Sanierung des Vorderhauses am Schlossberg 11 bringt für die Feininger-Galerie aber mehr als nur eine räumliche Vergrößerung von Ausstellungsflächen. Die Feininger-Galerie wird das Vorderhaus der Galerie zusammen mit dem Seitenflügel und dem Klopstock’schen Gartenhaus in ein erweitertes Nutzungskonzept einbeziehen. Dr. Katja Schneider: „Die Sanierung des Schlossbergs 11 ist für die Feininger-Galerie eine große Chance, die Perspektive des Hauses zu erweitern. Wir wollen neben dem Museumsbetrieb ein lebendiges Künstlerhaus einrichten.“ Das Vorderhaus sowie der Seitenflügel sollen für Ateliers, Ausstellungsflächen und eine Druckwerkstatt für junge Künstler umgebaut werden.

Hierfür wird mit Mitteln der Stiftung der Kreissparkasse Quedlinburg in Kürze eine Kupferdruckpresse für die geplante Druckwerkstatt angekauft werden.
Für Stiftungsdirektorin Katja Schneider ein Grund mehr zur Freude:
„Künftig werden dort Künstler arbeiten, Besucher die Drucktechniken von Feininger nachvollziehen und Schüler das Museum als Erlebnisort kennen lernen.
Die Lyonel-Feininger-Galerie wird auf diese Weise das künstlerische Zentrum der Region mit großer Strahlkraft nach innen und außen.“