Projekte

„Kinder lieben Geschichten. Sie denken sich welche aus und vergessen sie wieder. Sie überlegen und diskutieren ihre Ideen, schreiben sie auf, illustrieren, setzen und drucken, bis die bunten Produkte ihrer Fantasie gebunden zwischen Buchdeckeln vorliegen. Die Erwachsenen stehen ihnen dabei als gleichberechtigte Partner unterstützend zur Seite, sie schreiben nichts vor und geben den Kindern Zeit und Raum.“ 

So beschreibt der Buchkinder Leipzig e. V. sein konzeptionelles Selbstverständnis, und so hört sich die vom 15. bis 27. Juli 2019 in der Lyonel-Feininger-Galerie Quedlinburg durchgeführte Umsetzung mit 15 Kindern und Jugendlichen an: 
Rhythmisches Schreibmaschinenklappern, Papiergeraschel, Schreibfedern kratzen, leise Gespräche über mögliche Wendungen einer Geschichte, schmatzende Geräusche beim Einfärben, Farbwalzen, die über Linoleum rollen. Beinahe kann man die Konzentration hören, mit der alle an ihrem Projekt arbeiten. Selbstwirksamkeit und Partizipation werden unmittelbar lebendig, die geballte Energie intrinsischer Motivation spürbar für alle Beteiligten jeden Alters. „Oah, ich hab so Druck-Power [sic!], ich könnte noch den ganzen Tag und die ganze Nacht weiter drucken!“ (Leo, sieben Jahre)
Erwachsene Menschen, die andächtig einem Siebenjährigen lauschten, der sein eigenes Buch vorstellt, so erfuhr dieser zweiwöchige kreative Prozess seinen Abschluss und eine aufrichtige Würdigung. 
Die Lyonel-Feininger-Galerie initiierte dieses erfolgreiche Projekt mit den Bündnispartnern Dachverein Kulturzentrum Reichenstraße e.V. und Kreisvolkshochschule Harz in Zusammenarbeit mit dem Buchkinder Leipzig e.V., unterstützt durch das Förderprogramm „Museum macht stark“ des Deutschen Museumsbund e.V. im Rahmen des Bundesförderprogramms „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Auch für 2020 ist ein neues „Kultur macht stark"-Projekt geplant. Der Antrag wurde bereits bei dem Deutschen Museumsbund e.V. eingereicht. Wir hoffen eine Realisierung ist trotz der Corona Krise möglich und informieren Sie rechtzeitig hier über unsere Website und Social Media.

Der Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V. und der Verein OIKOS EINE WELT e.V. haben das Projekt „Weltenbummel“ zur Globalisierungsbildung in Museen in Sachsen-Anhalt im Jahr 2019 gestartet. Es geht darum, „Globalisierung als eine Chance für Prosperität und Nachhaltigkeit in Gegenwart und Zukunft begreifbar machen und Bürger/innen aller Altersstufen und Herkunft für eine vernetzte und dynamische Welt zu bilden und zu begeistern, sind einige kardinale Aspekte eines zeitgemäßen Museums“. Landesweit beteiligen sich 10 Museen am Projekt „Weltenbummel“ mit verschiedenen Bildungsformaten.

Ein Schwerpunkt des Projekts ist die Themenwoche „Unerhört: Die ganze Welt aus den Fugen. Museum im Dialog“, die jährlich im Herbst in den beteiligten Museen stattfindet. Das vielfältige Programm richtet sich an Menschen ab 50 Jahren.

Ein weiterer Schwerpunkt sind Programme für Schulklassen, denn im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung verbindet das Globale Lernen die weltumfassenden Zusammenhänge mit dem eigenen Lebensalltag. Jedes beteiligte Museum hat ein auf die eigene Sammlung bezogenes Bildungsprogramm entwickelt.  
Die Lyonel-Feininger-Galerie bietet den Workshop „Eine Abenteuerreise nach Lyonel Feininger“ an. Im Workshop begegnen die Teilnehmenden exemplarisch dem Künstler Lyonel Feininger, der sein Leben immer wieder an neue Umgebungen anpassen musste, und seinem legendären Comicstrip „The Kinder Kids“, der eine Reise voller spannender Begegnungen mit Kreaturen, Landschaften und Gefühlen beschreibt. Entwickelt werden individuelle künstlerische Arbeiten zum Thema: Eine Zeitreise in die Zukunft unserer Erde.

Das Projekt „Weltenbummel“ wird unterstützt vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, dem Land Sachsen-Anhalt und der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt.  

Museum macht stark! Abenteuer Comic – Lyonel Feininger und die Erfindung des Comics

Mickey Mouse, Mosaik, Hägar, Graphic Novel, Mangas oder Gregs Tagebuch; der Zeitgeschmack von Comics war sehr verschieden, aber zu jeder Zeit wurden sie gerne gelesen. Comics sind Brücken von der Welt der Kinder und Jugendlichen in das museumspädagogische Projekt der Lyonel-Feininger-Galerie.
Lyonel Feininger ist bekannt als herausragender Maler und Grafiker der klassischen Moderne. Er war jedoch auch ein prominenter Karikaturist und einer der ersten Comiczeichner überhaupt.

Die Geschichte des Comic wird spielerisch ergründet. Dazu kommen Erkundungen in der Lyonel-Feininger-Galerie. Drucktechniken werden ausprobiert. Zuletzt geht es um die Erarbeitung einer eigenen Story, den zeichnerischen Entwurf und die Anfertigung eines Comicstrips. Die Jugendlichen gehen noch einen Schritt weiter und vermitteln als Museumsbotschafter ihr Wissen in kurzen Workshops an weitere Kinder und Jugendliche.

Eine Ausstellung im Projektraum rundet das Programm ab. Durch die Erarbeitung des eigenen Comics und durch die Beschäftigung mit den Hintergründen dieser Zeichenwelt werden nicht nur Zugänge zu Kultur und Kunst eröffnet, sondern auch ein Möglichkeiten erlernt, die eigene Persönlichkeit auszudrücken.

Innerhalb des Förderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) schreibt der Deutsche Museumsbund e. V. das Aktionsprogramm „Von uns – für uns! Die Museen unserer Stadt entdeckt.“ aus.
„Abenteuer Comic. Lyonel Feininger und die Erfindung des Comics“ ist eine Kooperation der Ernst-Bansi-Ganztagsschule, des Kulturzentrums Reichenstrasse und der Lyonel-Feininger-Galerie. Zwischen September 2014 und Juni 2017 lief das Projekt mit den Jugendlichen insgesamt viermal.

Kultur macht stark: Mein kleines großes Ich

Insgesamt drei Mal waren verschiedene Gruppen Jugendlicher eine Woche lang in der Lyonel-Feininger-Galerie und der Stadt Quedlinburg unterwegs und haben unter Anleitung von Rebekka Prell fotografiert.
Als Vorbilder haben Sie sich die Arbeiten von Künstlern wie Lyonel Feininger (1871–1956) und Slinkachu (*1979) genommen und mit Spielzeugfiguren und -gegenständen kleine Szenen gestaltet.

Die Ergebnisse präsentierten die Teilnehmer in den MuseobilBOXen.
Herausgekommen sind neun ähnliche und doch ganz unterschiedliche Fotografien. Jede erzählt eine eigene Geschichte.

„Mein kleines großes Ich“ ist eine Kooperation zwischen dem Dachverein Reichenstrasse e. V., der Welterbestadt Quedlinburg und der Lyonel-Feininger-Galerie und findet statt bei „Museum zum Selbermachen. MuseobilBOX“, einem Projekt des Bundesverbandes Museumspädagogik e. V. im Rahmen von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Weiterführende Informationen erhalten Sie auf der Homepage von MuseobilBox.