Lyonel Feininger

Lyonel Feininger wurde am 17. Juli 1871 in New York geboren. 1887 Reise nach Deutschland, um Musik zu studieren. Spontane Entscheidung, doch Zeichner zu werden. Besuch der Allgemeinen Gewerbeschule in Hamburg, später der Kunstakademie zu Berlin. Mehrfache Aufenthalte in Paris. Aufstieg zu einem der gefragtesten Karikaturisten Deutschlands.

Während der 1901 geschlossenen Ehe mit Clara Fürst wurden Lore (1901–1991) und Marianne (1902–1999) geboren. 1907 heiratete Feininger die Künstlerin Julia Berg. Aus dieser Ehe gingen Andreas (1906–1999), Laurence (1909–1976) und Theodore Lux (1910–2011) hervor.

Ab 1905 Hinwendung zur Druckgrafik, ab 1907 Übergang zur Malerei. In wenigen Jahren emanzipierte sich Feininger zu einem der wichtigsten Vertreter der Moderne. So stellte er 1913 im „Ersten Deutschen Herbstsalon“ der Berliner Galerie „Der Sturm“ gemeinsam mit Künstlern des „Blauen Reiter“ aus. 1917 folgte dort seine erste Einzelausstellung.

1917 verbrachte die Familie den Sommer in Braunlage (Harz). Hier legte Feininger sein grandioses Holzschnittwerk an. 1919 berief Walter Gropius ihn ans Bauhaus, wo Feininger „Meister der Formlehre“ wurde und ab 1920 auch die Druckwerkstatt übernahm. Höhepunkt seines künstlerischen Erfolgs war die Retrospektive zu Feiningers 60. Geburtstag im Berliner Kronprinzenpalais 1932.

Nach Auflösung des Bauhauses 1932 und der Machtergreifung der Nazis 1933 übersiedelten die Feiningers 1937 in die USA. Dort entfaltete der Künstler sein Spätwerk. Lyonel Feininger starb am 13. Januar 1956 in New York.