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Strich Code. Verein für Original-Radierung München. Jahresgaben 1999–2019

Der Verein für Original-Radierung München e. V. ist der älteste noch existierende seiner Art. Im 19. Jahrhundert begannen Künstler, Strukturen der Selbstvermarktung neu auszubilden. Zugrunde lag die Idee, ein Forum der Begegnung zwischen Produzenten, Sammlern und Publikum zu schaffen. Zugleich hatte die Druckgrafik, vor allem von Frankreich ausgehend, einen bemerkenswerten Aufschwung gefunden als Medium künstlerischer Ausdrucksfindung, das die Gebundenheit der Reproduktionsgrafik hinter sich ließ. Besonders die Radierung gewann einen hohen Rang in der Wertschätzung und erreichte über die Vereine eine breite Öffentlichkeit. Auch wenn viele Grafiker den radikalen Wegen der Moderne nicht folgten, teilten die Vereine doch deren Impuls, die Kluft zwischen ambitionierter Kunst und dem größer werdenden Massenpublikum zu schließen. So konnten mit Hilfe von Auflagendrucken erschwingliche Originale in Umlauf gebracht werden.

Mappenwerke oder Jahresgaben sind in diesem Sinne beliebte Angebotsformen. Der Verein für Original-Radierung München ediert seit Ende der 1990er Jahre regelmäßig drei Werke zu Vorzugspreisen, die zuvor vom Vorstand ausgewählt wurden. Mitglieder des Vereins können sich ein Gratisexemplar aussuchen. Weitere Blätter mit anderen Positionen werden daneben zu moderaten Preisen zum Kauf angeboten. So sind die Jahresgaben latenter Anreiz zum Aufbau einer eigenen Sammlung und zugleich ein Spiegel der Vereinsarbeit.

Die in der Sonderausstellung gezeigten Werke stellen einen Rückblick auf die letzten 20 Jahre dar. Die herausgehobenen Arbeiten bilden einen Reigen unterschiedlichster Positionen der zeitgenössischen Druckgrafik, die natürlich weit über den Rahmen der klassischen Radierung hinausgeht und auch experimentelle Mischformen einschließt. So fügt sich diese Ausstellung in die Grundkonzeption des Hauses, den Reichtum druckgrafischer Techniken im Kontext ihrer Geschichte vor Augen zu führen.

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Rückblick

21.9.2019–6.1.2020
Meisterwerke II - Schwarzkunst. Die Radierungen von Anthonie Waterloo aus der Kupferstichsammlung der Welterbestadt Quedlinburg

2.10.-2.12.2019
Things to come. Eine Film-Installation über László, Lucia und Sibyl Moholy-Nagy von Angela Zumpe (Film-Installation) und Oliver Held (Skript), Musik: Ilja Coric

25.5.-2.9.2019
Die Feiningers. Ein Familienbild am Bauhaus

25.5.-2.9.2019
rot, gelb, blau. Das Bauhaus für Kinder

10.11.2018 – 07.01.2019
1918 – 2018. Das Ende der Mythen. Feldstudie Verdun. von Thomas Hadelich, Friederike Nottrott, Bernd Papke, Katrin Ruhnau, Chris Wohlfeld (Katalog)

19.09.2018 – 07.01.2019
Licht Raum Magie. Fotografie | Fotografik. von Klaus Dierßen (Katalog)

19.05.–03.09.2018
Felix Martin Furtwängler. Peintre Graveur. Buch-Kunst-Druck (Katalog)

03.02.–30.04.2018
Willkommen im Abschied. Fotografische Positionen über Fremdheit und Nähe von Ira Thiessen, Julia Runge und Semjon Prosjak (Katalog)

27.2.–1.6.2018
Vom Nutzen der Bilder oder die Schönheit der Wissenschaft. Friedrich Justin Bertuch. Kolorierte Kupferstiche aus dem „Bilderbuch für Kinder“ (1790–1830)
Ein Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Julius Kühn-Institut und der Lyonel-Feininger-Galerie

28.10.2017–29.01.2018
Stefan Wewerka. Verschiebung der Kathedrale. Grafik, Fotografie und Montagen (Katalog)

16.09.2017–09.01.2018
Sabina Grzimek. Aus den Zeiten. Radierungen und Übermalungen (Katalog)

06.05.–21.08.2017
Walter Libuda. Magische Areale. Arbeiten mit Papier (Katalog)

28.01.–17.04.2017
EN 548. Linolschnitt heute. Internationale Positionen im Preisträgerwettbewerb der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen

28.01.–17.04.2017
Cut and close. Linolschnitte von Claas Gutsche

seit 18.01.2017
Neuinszenierung der Dauerausstellung Lyonel Feininger. Sammlung Dr. Hermann Klumpp

29.10.2016–09.01.2017
30 Meisterwerke. Die Kupferstichsammlung der Welterbestadt Quedlinburg (Katalog)

24.09.2016–09.01.2017
Bauhaus am Schlossberg. 30 Jahre Lyonel-Feininger-Galerie (Teil 2)

24.08.–30.09.2016
Gerd Rohling in der Feininger-Galerie als Korrespondenzstandort der II. MKH Biennale Halberstadt: „WAS WIRD SEIN - von jetzt an?“

25.06.–19.09.2016
Bauhaus am Schlossberg. 30 Jahre Lyonel-Feininger-Galerie (Teil 1, Kurzführer durch die Dauerausstellung)

25.06.–19.09.2016
30 Meisterwerke I. Klassische Moderne aus eigenem Bestand

19.03.–30.05.2016
Waldstaub. Pastelle von Wieland Payer (Katalog)
Lichtfeld. Fotografische Rekonstruktionen der Romantik in Lichtkästen von Hiroyuki Masuyama

31.10.2015–03.01.2016
Pinturas. Die Gegenwart der Welt. Karl Oppermann zum 85. Geburtstag (Katalog)

24.10.2015–28.02.2016
bild:schön. Randzonen der Zeichenwelt. René Schäffer [Fotografie] und Sebastian Gerstengarbe [Zeichnung]

19.08.–27.09.2015
Romantische Nachwelt. Wilhelm Steuerwaldt zum 200. Geburtstag

13.07.–11.10.2015
Narrenrad und Rädernarr. Fahrradkarikaturen von Lyonel Feininger und seinen Zeitgenossen (Katalog)

13.03.–28.06.2015
Stone Talking. Der Stein spricht. Zeitgenössische Lithografie der „Edition Copenhagen“ (Katalog)

21.11.2014–22.02.2015
Der Mensch ist ein Geheimnis. Druckgrafik, Zeichnung, Künstlerbuch, Video. Arbeiten der Grafik-Klasse Thomas Rug. Burg Giebichenstein, Kunsthochschule Halle

21.11.2014–22.02.2015
Gut zum Druck. Die Stiftung Karl Völker (Katalog)

20.06.–02.11.2014
Ludwig Rauch. Noch ein Leben. Fotografie (Katalog)

07.03.2014
Einrichtung der Dauerausstellung Lyonel Feininger: Sammlung Dr. Hermann Klumpp, mit vierteljährlichem Wechsel der Druckgrafik

07.03.–01.06.2014
WOLS. Das große Mysterium. Eine Kooperation mit dem Museum Wiesbaden (Katalog)

18.01.–23.02.2014
Das Mythengebirge I. Harzmotive aus drei Jahrhunderten

Alle früheren Ausstellungen der Lyonel-Feininger-Galerie finden Sie hier als PDF zum Download.
Ausstellungsarchiv 1986–2013